reflections

Beginn meines Weblogs

Dies ist also mein erster "Gehversuch" in meinem neuen Blog. Ich hoffe, dass dies nicht nur ein einfaches Experiment ist, das ich schon nach wenigen Tagen wieder vergessen haben werde und das irgendwann im digitalen "Nirwana" landet. Vielmehr hoffe ich, dass ein große Sammlung an persönlichen Texten entstehen wird, die nicht nur für mich, sondern auch für meine (zunächst via Facebook ausgewählten!) Freunde eine Bereicherung darstellen. Ob das gelingt, kann ich nicht versprechen, aber ich werde es zumindest versuchen....

Was für Texte dies sein werden, weiß ich noch nicht. Es sollen nach Art eines Tagebuchs Texte sein, mit deren Hilfe ich Erlebnisse verarbeite oder eigene Gedanken zu aktuellen Ereignisse in Worte und Sätze packe. Als gläubiger Christ werde ich zusätzlich die eine oder andere kleine Predigt oder Andacht verfassen. Auch fiktive Briefe an noch lebende, aber auch verstorbene Personen aus meinem Umfeld bzw. aus dem öffentlichen Leben möchte ich früher oder später verfassen. Warum soll die Briefliteratur ein Metier antiker Schriftsteller wie Seneca oder seinem "Freund" Paulus bleiben? Ebenso können Kommentare zu Zeitungsartikeln, Buchausschnitten, Liedtexten etc. entstehen - getreu dem abgegriffenem Werbespruch: "Nichts ist unmöglich".

Nicht alles ist immer wohlformuliert und durchdacht, denn wir sind hier nicht in der Schule, in der Universität oder im Studienseminar im Fachseminar Ev. Religion bei  meiner ehemaligen Fachleiterin Frau Dr. Magaretha Pohlmann. Oder bei meiner lieben Frau Heidrun, die viele meine Worte und Gedanken immer noch an meinem beruflich leider nicht mehr einlösbarem akademischen Anspruch misst und dabei in emotional schwierigen Situationen oft zu der Schlussfolgerung kommt, dass eben diese Worte und Gedanken zeigten, warum ich denn nun kein Akademiker, sondern Leiharbeiter geworden sei.....

Früher als Jugendlicher habe ich mehrere Jahre lang (1982-84) ein Tagebuch geführt, in welchem ich es nur selten geschafft habe, mich zu meinen eigenen Gedanken und Gefühlen zu bekennen. Vielmehr habe ich immer nur den stets wiederkehrenden Tagesablauf mit fast immer denselben Worten beschrieben, um mir selbst und meiner Familie vorzumachen, dass mein Leben "nach Plan" verläuft. Ich besitze diese handschriftlichen Aufzeichnungen zwar noch (sie haben also gleich drei Umzüge "überlebt"!), aber irgendwie schaue ich sie mir nicht mehr gerne an, weil ich mit dem Menschen, der sie damals verfasst hat, irgendwie nichts mehr anfangen kann

Diesen alten Ansatz möchte ich in dieser Neuauflage dieses Tagebuchprojektes dementsprechend verwerfen. Ich will in diesem Blog stattdessen ganz ich selbst sein - völlig unabhängig von den Erwartungen anderer und ebenso total losgelöst von jenem Konformitätsdruck, der m.E. unsere Gegenwartskultur in einer erschreckenden Art und Weise beherrscht. Und zwar nicht nur im "weltlichen", sondern auch im christlichen/kirchlichen Bereich. Das ist auch der Grund, warum ich schon seit längerer Zeit keinen Fuß mehr in eine Kirche bei einem sonntäglichen Gottesdient gesetzt habe.   

17.5.12 21:46, kommentieren



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